IKEK – Projekte Mlg.-Grmb. – Dorfmittelpunkt

IKEK-Projekt

Dorfmittelpunkt

Mal abgesehen vom Weinfest der FFW, ist der Marktplatz in Mlg.-Grb. in der Regel ein Parkplatz. Nur selten werden die vorhandenen Bänke benutzt. Das kann daran liegen, dass Bänke ohne Rückenlehnen für gemütliches längeres Sitzen allgemein nicht geeignet sind oder daran, dass man beim Brunnen ungünstig nah am Verkehr der Straße sitzt, ohne selbst ausreichend Distanz zu bekommen. Auch die Blickrichtung wird ungünstig gegen Hausfassaden gelenkt.  Die Bänke in ihrer Anordnung wirken sich eher nachteilig auf die Atmosphäre auf dem Marktplatz aus. Ziemlich bald entsteht für den „Sitzenden“ das Gefühl des „Präsentiert-seins“

Um den Marktplatz so umzugestalten, dass er gern als Aufenthaltsort und Sitzmöglichkeit genutzt werden würde, müsste er grundlegend in Ausrichtung, Aufteilung und Gestaltung verändert werden. Nicht nur der Marktplatz, sondern auch die andere Mümlingseite, die Bushaltestelle, der Spielplatz sowie das Mümlingufer müssten als ein Dorfmittelpunkt zusammen betrachtet werden.
  

Die Ruhepunkte „Marktplatz“ und „Insel“  müssen, von ihrem Blickwinkel her, aufeinander zugerichtet werden.

 

 

 

Wenn Bänke auf dem Marktplatz und in der Diagonalen an der Bushaltestelle in Blickrichtung „gegenüberliegend“ angeordnet werden würden, entstünde für den Betrachter ein großer „Blickraum“.

Durch die Einbeziehung der Straße, der Gehwege und der Mümling in diesen „Blickraum“ eröffnen sich dem Betrachter völlig neue Beobachtungsmöglichkeiten, die die Mümling-Grumbacher-Straße in beide Richtungen und den Verlauf der Mümling mit ihren Ufern in beide Richtungen überblicken lassen.

Die Mümling mit ihren Ufern wird dann auch optisch als verbindendes Element des Dorfmittelpunktes wahrgenommen werden können. Der Dorfmittelpunkt stellt sich dem Betrachter in den Ruhepunkten deutlich vielfältiger, lebendiger und voller dar. Spielende Kinder, sitzende Senioren/innen und geschäftiges Leben im Bereich der Bushaltestelle-Straße-Volksbank können mit einem Blick wahrgenommen werden und versetzen den Betrachter in eine „angenehme“ Position.

Für ein neues Konzept des Dorfmittelpunktes sollten deshalb die beiden Plätze, „Marktplatz“ und „Insel“, als Gesamtkonzept gestaltet werden. Anordnung und Ausrichtung der Ruhepunkte könnten, aufeinander abgestimmt, einen attraktiven „Dorfmittelpunkt“ ergeben.

Um die Kosten gering zu halten, sollte Bestehendes einbezogen werden und durch Neues ergänzt werden.

 

 


 


Bereich Bushaltestelle:

 

Dieser Bereich könnte soweit umgestaltet werden, dass eine „Öffnung“ des Bereiches hin zur Mümling und zum Spielplatz erfolgt. Die Wartehäuschen der Bushaltestelle würden erhalten bleiben, jedoch den Blick auf Spielplatz und „Insel“ freigeben.

Der Zaun rechts neben der Bushaltestelle würde nach hinten versetzt werden, so dass der Spielplatz immer noch separat durch den Zaun abgesichert bliebe . So ergibt sich rechts neben den Haltestellenhäuschen ein neuer einladender Platz unter Bäumen. Dieser Platz sollte der zweite große Ruhepunkt neben dem Marktplatz sein. Der oben gelb dargestellte Bereich würde aufgepflastert werden, ähnlich dem Pflaster im Bushaltestellenbereich.

Gleichzeitig wäre dieser Platz Treffpunkt und Zugang zu Spielplatz, Mümlingufer und Inselrundweg. Dazu könnte im Bereich rechts, zur Mümling, eine  „eingelassene“ Mümling-Treppe neu entstehen.

Damit die Treppe zum Mümlingufer nicht zu steil werden würde und die Böschung nicht aufgetragen, würde die Treppe oben auf dem Platz für ca.2-3 Treppenstufen eingelassen. So öffnet sich der Blick auf die Mümling einladend.

 

Der Inselrundweg verläuft ab dieser Treppe auf der Böschung um die Insel bis zum Mühlweg und lädt dazu ein, an der Mümling zu sitzen und zu spazieren. Das direkte Mümlingufer wäre über die Treppe erreichbar und könnte der Insel entlang bis zum Mühlweg vielfältig genutzt werden.

 

Dazu gibt es schon einige Ideen:


 

Bereich Spielplatz:

Der Spielplatz ist der bisher meist genutzte Bereich der Dorfmitte. Eine Ergänzung um einen „Wasserspielplatz“ und die Anbindung eines Toilettenwagen/Verkaufswagenstellplatzes, der über einen Strom-/Wasseranschluss verfügt, würde auch eine Bereicherung für den gesamten Ort darstellen. Events und Veranstaltungen ließen sich so leichter umsetzen.

Eine Verlängerung des Daches der Bushaltestelle in den Spielplatz hinein brächte den schon so vermissten Sonnen- und Regenschutz für Spielplatzbesucher und Sitzmöglichkeiten für Begleitpersonen.

 


Bereich Marktplatz:

 

Der Marktplatz könnte durch eine geschickte Aufteilung des Raumes zu einem gern besuchten Platz der Anwohner werden.  Pergolen wären als räumliche Gestaltungsmöglichkeit sinnvoll. So entstünden auf dem Marktplatz verschiedene separate Bereiche. Eine Bepflanzung der Pergolen wäre vorstellbar.

Sitzbereich um den Brunnen  /  Sitzbereich zum Mümlingufer  /  Bereich Anwohner

—   Pergolen      —  Bänke     — Brunnen     — Pflaster

Die Pflasterung des Marktplatzes sollte bis an die Böschung zur Mümling erweitert werden. Das Beparken damit ausgeschlossen werden. Der Verkehr in die „Straße an der Mümling“ wäre nicht beeinträchtigt. Zur „Beruhigung“ des Verkehrs würden lediglich am Anfang und am Ende des Markplatzes geringfügige Schwellen entstehen.

Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit des Dorfmittelpunktes könnten Sitztreppen in der Mümlingböschung am Marktplatz und gegenüber sein. Dabei handelt es sich ebenfalls um „eingelassene“ Sitzstufen, die das Ablaufprofil des Mümlingbettes nicht verengen.

  

Das untere Foto zeigt die separaten Bereiche die auf dem Marktplatz entstehen könnten, wobei die hier abgebildeten Sandsteinpergolen lediglich eine Gestaltungsidee sind. 

Der Dorfmittelpunkt in Mümling-Grumbach würde durch diese Neugestaltung eine enorme Aufwertung erfahren.

Die „Wiederentdeckung“ der Mümling würde eine neue Selbstverständlichkeit für Erholung erzeugen können.

Mümling-Grumbach könnte der erste Ort im Odenwaldkreis und bis an den Main in Bayern sein, der die Mümling, und somit das Mümlingtal in dieser Form erlebbar machen würde.

 

Welche Austrahlungskraft das auf andere Orte ausüben und welche Anziehungskraft für die Gesamtgemeinde Höchst daraus entstehen könnte, ist leicht vorstellbar. Es wäre ein wichtiger struktureller Schritt der Gemeinde, sich als touristisches Bindeglied zwischen der „Kurstadt Bad König“ und der „Breuberger Burg“ zu verstehen.